So hier ist die Romanform von Sekai of Elements
Die Romanform kann in machen Beschreibungen etwas von der Dialogform abweichen.
Also nicht wundern X3
Die Dialogform is übersetzt by ©Takeo
Viel Spaß beim lesen!


EPISODE EINS: EINE ANDERE WELT

Eines schönen Tages in Tokio...
Bibi und Leica, die beiden Freundinnen, freuen sich schon auf zu Haus, als sie plötzlich von dem Aufschrei "Da sind die
beiden!" aus den Planungen für den Sommernachmittag gerissen werden. "Oh mein Gott, das müssen die sein, die du ja unbedingt verkloppen musst, Leica...warum musste dass denn sein? Hast du mal wieder toll gemacht X.x"sagte Bibi noch schnell und zog Leica schon mit sich. Beide rannten los, quer durch die Strassen, die sie eigentlich gemütlich durchschlendert hätten, vertieft in Gespräche über  Klamotten, Jungs und sonstiges Zeug. Auf einmal wird Leica von Bibi durch einen kräftigen Ruck an ihrem Handgelenk in eine
kleine Seitengasse gezerrt. "BIBI! was soll das?" "das is ne Abkürzung, ich kenn mich hier aus" "Toll Bibi, dass grosse graue da vorne das is ne verdammte MAUER!"  "Ach vertrau mir Leica" Die beiden rennen unentwegt auf die Mauer zu, während hinter ihnen die Jungen immer näher an die  Gasse herankommen, die sie für eine Sackgasse halten. "hehe, jetzt haben wir sie...Was mussten sie auch in eine Sackgasse laufen" Doch als sie die Gasse betraten, waren die beiden Mädchen spurlos verschwunden. "Ich sagte dir doch, ich kenn mich hier aus", sagte währenddessen Bibi, die Leica knapp an der Mauer, die die Gasse beendete, vorbei durch eine fast unsichtbare Lücke zwischen den ansonsten ununterbrochenen Mauern hindurch in einen  heruntergekommen Hinterhof geführt hatte. "Wie siehts denn hier aus...hier scheint ja sei Jahrzehnten niemand mehr gewesen  zu sein", sagte Leica, als sie durch den verlotterten Hof ging. Bibi hielt sich ein wenig zurück, als erwarte sie, dass  jeden Augenblick hinter irgendwelchen Steinen sämtliches Ungeziefer der Welt hervorspringen würde. "Gibts hier noch einen  zweiten Ausgang, Bibi?" "Keine Ahnung, ich war hier nur einmal, und da hab ich mich auch sofort wieder verzogen." "Na super...und wie sollen wir hier jetz wieder rauskommen, wenn die Jungs sich jetz vornehmen, in der komischen Gasse zu kampieren?" "Hey, woher soll ich das wissen? Und wohin hättest du dich denn bitte verziehen wollen...Die hätten uns doch locker eingeholt" Währenddessen strichen sie weiter über den Hof, auf der Suche nach einem weiteren Ausgang.Auf einmal bildete sich ein kleiner Riss in dem vermoosten Untergrund, und plötzlich sackte der Boden ein. "Wah, was ist los, Leica? was passiert hier?" rief Bibi, und klammerte sich etwas hilflos an Leica. Mit einem letzten Ruck verabschiedete sich auch das letzte bisschen Untergrundstabilität, und die beiden stürzten plötzlich in einen ebenso maroden, nun auch noch eingestürzten Kellerraum. Etwas panisch verzogen sich die beiden hinter einen Felsen und beobachteten  ein paar im Kreis stehende, kutten tragende, Typen, die immer noch unerzagt etwas vor sich hin murmelten, das die beiden nicht verstanden. "Was sind das für Typen, Bibi? Die müssen ja blind und taub sein, wenn die uns nicht bemerkt haben...immerhin haben wir die halbe Decke mit heruntergenommen." "Keine Ahnung...ob das wirklich Menschen sind?" "Los, lass sie uns beobachten." Nach einer Weile, in der Bibi's und Leica's Geduld hart auf die Probe gestellt wurde, da die Typen anscheinend immer noch nichts von ihrer Umgebung mitzukriegen schienen, stand Bibi plötzlich auf und näherte sich einem von ihnen vorsichtig. Sie stand noch eine Weile unschlüssig neben ihm, schien dann einen Entschluss zu fassen, und tippte ihm entschlossen auf die Schulter. Langsam hob er den Kopf und starrte sie aus unheilvollen roten Augen an, ohne sein Gemurmel abzubrechen. "Bibi?" Nervös kam Leica langsam näher, bis sie schliesslich direkt neben Bibi stand. Doch als sie die Augen der laufenden Kutte erblickte, war ihr letztes bisschen Rationalität dahin. "Woah geilo. Ob die andern auch so rote Augen haben?" rief sie und lief schon auf das nächste Mitglied des Rituals, denn so etwas war es augenscheinlich, zu, um ihre Theorie sogleich nachzuprüfen. "Sag mal , spinnst du Leica?? Wir sind hier in einem verdammten unheimlichen Keller, der vermutlich seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt wird. Wir platzen in ein Ritual einer Sekte, die vermutlich staatlich wegen Satansanbetung verboten ist, und DU HAST NICHTS BESSERES ZU TUN, ALS DEREN AUGENFARBE ZU ÜBERPRÜFEN??" "Ja, Bibi, du hast recht, das ist nicht gerade vernünftig...aber ich muss das doch wissen" Inzwischen war sie bei dem nächten angekommen, doch als sie die letzten Schritte auf ihn zu tat, verstummte das Gemurmel plötzlich. "wahh...was passiert jetzt?" Bibi versuchte immer noch ihre aufkeimende Panik zu unterdrücken, aber es schien ihr nicht mehr so ganz zu gelingen. Auch Leica blieb etwas verstört stehen. Plötzlich hoben alle dieser merkwürdigen Sektenmitglieder wie auf Kommando ihre Köpfe. Neonrote Augen. Verdattert blieben die Mädchen stehen, als sie plötzlich von zweien der Sektenmitglieder, in die Mitte der Kreises  der Mitglieder, in ein mit Kreide auf den Boden gezeichnetes Pentagramm geschubst wurden. Doch es war nicht mehr einfach nur ein normales Stück Boden in der Mitte dieses Pentagramms. Er schien zu ... flimmern und irgendwie irreal zu sein. Da sprachen die geheimnisvollen Sektenmitglieder das letzte Wort eines Jahrtausende alten Rituals. Auf einmal schienen  die Kreidestriche selbst zu leuchten. "was ist hier los...das ist...unmöglich..." Bibi versagte die Stimme angesichts der uralten Kraft, die plötzlich den Raum erfüllte. Auch die Maserung der Steine, die den Boden ausmachten, schien sich zu verändern, und das Flimmern wurde schlimmer. Eigentlich schien es unmöglich, doch der Boden selbst schien Muster zu bilden, die sich zu schnell bildeteten, sich auflösten und sich wieder neu bildeten, als dass man sie hätte greifen können. Langsam verdichtete sich die Kraft, und den beiden fiel selbst das atmen schwer. Und plötzlich entlud sich die aufgestaute Kraft...pure Energie...und auf einmal wurden die Steine auf denen Bibi und Leica standen komplett durchsichtig. Eine Wiese an einem Sommernachmittag. Das war das letzte was die beiden sahen, dann wurde ihnen schwarz vor Augen, und ihnen schlug plötzlich warme Luft entgegen, und nicht mehr die kalte, trockene Luft des maroden Kellers. Als die beidem wieder aufwachten, lagen sie auf einer Wiese auf einer aus grobem Stoff gewebten Decke."Leica?" "anwesend...autsch mein Kopf..." Leica sah sich misstrauisch auf der Wiese um."Was ist hier los? Wo sind wir? Wir sind doch nicht etwa tot?" Etwas panisch spähte sie herum, und bewies damit, dass sie ihre Rationalität immer noch nicht wirklich wiedererlangt hatte. Etwas panisch zwickte sie Bibi in den Arm. "Autsch! Sag mal Leica gehts noch? Ich hoffe doch nicht" Auf einmal waren Schritte zu hören, die die Wiese herauf in ihre Nähe marschierten. "du Leica, hörst du das auch?" "äh...diese Schritte hör ich, ja...aber wenn du zufällig was anderes ..." "Klappe Leica...ja, die Schritte mein ich" Inzwischen war der Mann die Wiese hareauf zu den Mädchen gekommen. "Ah, ihr seid aufgewacht wie ich sehe..." "Äh...ja" Etwas verlegen sahen die Mädchen zu dem Mann auf, der ein rauhes Gewand aus Wolle trug. "Nun, ich bin Osamu, und ich bin der Heiler dieses Dorfes...und wer seid ihr?" Fragend sah er die beiden an. "Nun, ich bin Leica, und das ist" Sie zeigte auf Bibi "...Bibi." Bibi nickte zustimmend. "Ähm, habt ihr Schmerzen?" "Schmerzen? ... Hmm eigentlich nicht...du Leica?" "Aber...ihr seid aus dem Himmel gefallen..."  "Hm...uns gehts gut..." "Hmm...na dann ist ja gut. Wollt ihr ins Dorf mitkommen? Wir feiern ein Fest heute." "Ein Fest? Gibts da auch was zu essen *.*?" fragte Bibi und sah ziemlich hungrig drein. Der Mann lächelte "Natürlich. Soviel ihr wollt" "Dann bin ich, äh...sind wir dabei, oder Leica?" "Gerne doch...Wir freuen uns, eurem Fest beiwohnen zu dürfen". Bald darauf sassen die beiden in Gesellschaft des Dorfheilers bei den anderen Dorfbewohnern und feierten fröhlich mit,  bis irgendwann später Osamu zu ihnen kam und meinte: "Es ist schon spät...ihr solltet euch langsam ausruhen...Ich habe schon 2 Betten in meinem Haus hergerichtet" "Nun, also ich bin müde...was meinst du, Leica?" Leica gähnte. "Ja, ich denke, ich auch" Sie folgten Osamu in sein Haus, der sie zu ihrem Zimmer führte. Als die beiden dann im Bett lagen, unterhielten sie sich noch darüber, wo sie genau gelandet waren, und wie sie wieder zurückkommen würden. Doch da ihnen keine Lösung einfiel, fielen sie bald in einen tiefen und erholsamen Schlaf.

 

 EPISODE ZWEI: DIE HÜTER DER ELEMENTE EINS

Bibi und Leica erwachten früh am Morgen. Das ganze Dorf schien auf den Beinen zu sein, und kopflos draussen umherzurennen.
 Immer wieder drangen Schreie in ihr Zimmer wie: "Sie kommen! Die Schatten kommen! Beeilt euch! FLIEHT!" Schnellstmöglich
zogen sich die beiden an, und liefen nach draussen. "Schatten? ich seh hier keine Schatten...siehst du welche, Bibi?"  Die Menge brandete durch das Dorf, auf der Flucht vor einem bisher unsichtbaren Feind. Bibi spähte in Richtung Horizont, in der Hoffnung, zu sehen vor was die Menschen flohen, und wirklich, sie glaubte eine  dunkle Wolke den Boden enlangbrausen zu sehen. "Du Leica, ich glaube, da kommt wirklich was..." "...du hast recht...aber  WAS?? und vor allem...was sollen wir jetzt machen?" "du...ich hab keine Ahnung..." Auf einmal bleibt ein Wildfremder aus der Menge bei den beiden stehen. "Bitte helft uns. Ich flehe euch an" "Äh...ja, wie sollen wir denn helfen?" "Woher soll ich das wissen...besiegt sie, oder was weiss ich, aber rettet uns" Nach seinen letzten Worten sah er sich wieder nach der Wolke um, und stiess einen erstickten Schrei aus, als er sie immer näher kommen sah. Sofort war er wieder  in der fliehenden Menge untergetaucht. "Äh...wieso sollen ausgerechnet WIR denen helfen?" "Woher soll ich das wissen, Leica?" Auf einmal kam ein kleines Mädchen angelaufen und prallte aus vollem Lauf gegen Leica, fiel um, und fing an zu weinen. "MAAAAMAAAA....wo  bist du...." Sie fing an herzerweichend zu schluchzen. "Was ist denn los, Kleine?" "Meine Mama ist ... weg...ich hab solche  Angst..." "Dann bleib bei uns, wir beschützen dich, Kleine." "Okay...sucht ihr dann meine Mami?" "Sicher doch."  "Du Bibi?..." Leica zupfte an Bibis Ärmel. "vielleicht solltest du mal einen Blick auf die 'Schatten' werfen" "ja  gleich...Kleine, du versteckst dich am besten in..." Sie sah sich kurz um und deutete dann auf ein bestimmtes Haus. "...diesem Haus dort drüben, ja?" "und da holen mich die Schatten nicht? sicher? okay..." Sofort rannte die Kleine zu dem Haus und stolperte schnurstracks hinein. "So, jetz können wir uns verstecken, Leica. Leica?" "Ähh...Bibi...vielleicht solltest du einen kleinen Gedanken an das Schattenwesen verschwenden, das hinter dir steht, bevor du dich versteckst... " Bibi fuhr herum. Und starrte direkt auf eines dieser Schattenwesen. "Puh, hat des Vieh Mundgeruch, Leica...Aber eigentlich sieht des doch recht knuffig aus, oder?" "Bibi? Sag mal spinnst du jetzt, oder was?" Statt zu antworten, fing Bibi plötzlich an, das Monster zu streicheln. "BIBI! VERDAMMT DAS SIND MONSTER! WAS MACHST DU DA?" Doch auf einmal fiel das Monster um, und ... lachte. Zu Bibi's und Leica's Erstaunen kugelte sich das ehemalige Monster auf dem Boden
und lachte sich nen Ast. Inzwischen waren weitere Monster herangekommen, die jedoch skeptisch ihr Mitmonster, das sich auf dem Boden kugelte, beäugten. "Wieso die Dorfbewohner wohl Angst vor denen haben?" "hm...vielleicht weil keiner von denen bisher auf die Idee gekommen ist, diese Mistviecher zu streicheln? Bibi...deine am sinnlosesten anmutenden Aktionen sind mit traumwandlerischer Sicherheit meistens, das was in der Situation genau das, was uns am meisten hilft. Aber mich bringts meistens an den Rand eines Herzanfalls" "Was kann ich dafür, dass ich manches eben anders mache, als andere Menschen..." Leica stöhnte. "Eigentlich recht viel, aber das steht hier ja wohl eher nicht zur Debatte jetzt..." Plötzlich schienen die Schattenwesen um Bibi und Leica herum einen kompletten Verhaltensumschwung mitzumachen. Gerade noch pirschten sie sich misstrauisch heran, (jedenfalls bis auf das eine gekitzelte) doch auf einmal wurden sie spürbar aggressiver, als ob jemand sie antreiben würde, vor dem sie Angst hätten. Und wirklich, weiter hinten sahen sie das Zentrum der schwarzen Wolke, und somit auch deren Erzeuger. Zuerst hielten die beiden es für einen Menschen, bis sie sahen, dass es eigentlich nicht mehr als eine Kutte ohne Inhalt, mit glühenden Rauchfetzen, die die Augen darstellten, war. Der gesamte Körper schien aus dem Rauch zu bestehen, der die Wolke bildete. "na Bibi? irgendwelche Ideen? sieht der etwa auch so "knuffig" aus?" Nur mühsam konnte Leica den Sarkasmus unterdrücken. "äh...eher nicht...und meine traumwandlerische Sicherheit würde mir raten wegzurennen" Jedoch hatten in der Zwischenzeit die niederen Schattenkreaturen Bibi und Leica umzingelt, und selbst Bibi sah ein, dass die jetzt gar nicht mehr "knuffig" aussahen. Blitzschnell hob Bibi einen Stein auf  und warf ihn auf die Kutte. "Na super...und du glaubst das hilft was, Bibi?" "Ne, eigentlich nicht...aber erstens isses nen Versuch wert, und zweitens...hast du ne bessere Idee?" Der Stein flog direkt auf die Kutte zu, traf die Kutte, und flog einfach weiter, durch die Kutte hindurch. "Und Bibi? noch so ne tolle Idee?" Die anderen Schattenwesen, die immer näher gekommen waren, drängten die beiden jetzt auseinander, versuchten sie zu isolieren. Und irgendwie schafften sie das auch. "BIBI!!" Leica wurde von mehreren dieser merkwürdigen Wesen immer mehr zurückgedrängt. "Leica! Ich komme! Los, ihr Mistviecher, lasst mich gefälligst durch!!" Als Bibi wütendst zu Leica lief, wurde sie sogar durchgelassen, doch sie hatten keine Zeit, sich darüber zu wundern, da aus einem Haus in der Nähe ein Schrei drang, und mehrere der Wesen das kleine Mädchen herausschleppten und es ihrem Meister, der Kutte reichten. "Verdammt, die haben die Kleine. Los, Bibi wir müssen sie retten!" Sie versuchten zu der Kutte zu gelangen, doch diesmal stellten sich die Wesen entschieden zwischen sie und die Kutte. "Verdammt, da kommen wir nicht durch" "Doch!" Verwundert sahen sich die
 Beiden nach dem um, der gesprochen hatte, da die Schattenwesen ja anscheinend nicht auf normalem Wege kommunizierten. Zu sehen war ein etwa 16-17jähriger Junge, in den Händen zwei blitzende Metallklingen. Schwerter. Er lief an den beiden vorbei, und kämpfte sich einen Weg durch die Wesen, um den Mädchen einen Weg bis nach vorne zur Kutte zu bahnen. Bibi fand ihn auf den ersten Blick sympathisch. "Los Bibi, komm, und starr hier keine Löcher in die Luft. Allzu lang wird er die Gasse allein nicht aufrechterhalten können." Die Mädchen liefen dem Jungen hinterher, der recht beschäftigt  damit war, die Kreaturen auf Abstand zu halten. Als die Kutte dies sah, gab sie das entführte Mädchen weiter, an einen kleinen Trupp der niederen Kreaturen, die sich zurückgehalten hatten, und anscheinend eine Art Leibwache darstellten. Doch leider hatten die beiden keine Zeit, sich das Mädchen zurückzuholen, da die Kutte fliessend in den Angriff überging. Obwohl die Kutte eigentlich körperlos war, ballte sich an manchen Stellen der Nebel zusammen, und Leica, die die besseren Reflexe besass, schubste Bibi schnell auf die Seite, als eine Faust, die zwar aus Nebel bestand, aber der es trotzdem nicht an Substanz mangelte, wie Leica feststellen musste, die getroffen wurde, um Bibi zu retten, hervorschoss. "Leica? gehts?". Im Nu war Leica wieder auf den Beinen, und funkelte die Kutte böse an. "Ja, geht schon...machen wir dem Mistvieh den Garaus." Irgendwo hinter ihnen ging plötzlich der Junge unter den wabbeligen Schattenwesen (von denen die meisten schon das ein oder andere Körperteil verloren hatten)zu Boden, und war bald nicht mehr zu sehn, so viele Wesen hatten sich auf ihn gestürzt. "Nein!!" Bibi war von einem Moment auf den anderen stinksauer. Ihre gesamte vorherige Angst war in reine Wut umgeschlagen. Sie rannte auf den Berg an Wesen zu, die den Jungen unten hielten, und wurde von Sekunde zu Sekunde wütender. Leica glaubte sogar ansatzweise ein Aura erkennen zu können. "Bibi!! Bleib hier!!" "NEIN!DIESEN VERDAMMTEN MISTVIECHERN ZEIG ICHS!!" Und auf einmal umgab Bibi wirklich eine Aura, blendend weiss. Plötzlich fegte ein kräftiger Windstoss durch das Dorf. Und noch einer, noch stärker. Und der dritte Windstoss war so stark, dass er die sämtliche Monster, die den Jungen unter sich begraben hatten, einfach durch die Luft wirbelten, und zehn Meter weiter aufprallen liessen. Bibi schien von dem Wind nicht viel bemerkt zu haben, sondern lief unbeirrt weiter auf den Jungen zu, der scheinbar bewusstlos am Boden lag. "Wach auf...bitte". Völlig perplex hatte Leica die Szene beobachtet, und fragte sich soeben, was Bibi da eben gemacht hatte. Anscheinend hielt die Leibwache der Kutte die für einen geeigneten Zeitpunkt, mit dem Mädchen verduften zu wollen. Doch da spielte Leica nicht mit. "Gebt das Mädchen her, verdammt!!" schrie sie, und rannte auf die Leibwache zu, ungeachtet dessen, dass sie körperlich nie gegen noch so schwabbelige Kreaturen ankommen hätte können. Schliesslich war selbst der durchtrainierte Schwertämpfer den Wesen unterlegen. Doch als Leica näher kam, schien sie den Wesen immer unangenehmer zu werden, und als sie anfing, verzweifelt auf das erste der Wesen einzuprügeln, ging es einfach so in Flammen auf. Verbrannte. Und nur Bibi war es, die die glühend rote Aura um Leica erkannte. Leica rannte zu dem Mädchen, das seltsamerweise von den Flammen unberührt geblieben war, und fragte, ob alles in Ordnung sei.Mit Schrecken erinntere sich Leica plötzlich daran, dass die Kutte ja auch noch da war, und rief nach Bibi. Bibi hatte sich inzwischen vergewissert, dass  der Junge noch lebte, und kam Leica zu Hilfe. Gemeinsam liefen sie auf die Kutte zu, die jedoch plötzlich verpuffte, und nur eine kleine Rauchwolke zurückliess, die einzige Spur, des Überfalls, da die anderen Kreaturen sich ebenfalls unbemerkt in Luft aufgelöst zu haben schienen. "Haben...wir es besiegt?" Etwas ungläubig sah sich Bibi um. "Scheint so..." Mit diesem Satz fiel alle Anspannung, die Bibi während des Überfalls aufrecht gehalten hatte, von ihr ab, und sie klappte ohnmächtig zusammen. "Nein, Bibi, du darfst jetzt nicht schlaa...a...fen..." Auch Leicas Kraftreserven schienen mit einem Mal erschöpft, als ihr Adrenalinausstoss sich normaliesierte, und die Müdigkeit und der Schock kamen bei ihr auch durch, und sie fiel neben Bibi, und schlief auf der Stelle ein.




EPISODE DREI: DIE HÜTER DER ELEMENTE ZWEI

Wie gerädert kamen Bibi und Leica wieder zu sich. Um sie herum herrschte vollkommene Dunkelheit. "Leica?" "äh...ja, hier..." "Warum isses so dunkel hier?" "Woher soll ich das denn wissen, Bibi..." Doch noch während die beiden sprachen, schien von irgendwoher Licht zu scheinen, doch es liess sich kein Ort feststellen, von dem das Licht ausging. Es war einfach ... da, und wurde stärker. Langsam liessen sich Konturen erkennen, und Bibi und Leica stellten mit Erstaunen fest, dass sie sich in einer fensterlosen Halle von ungeahnten  Ausmaßen befinden mussten, denn das Licht schuf nur eine kleine Insel in der Dunkelheit. Und mit noch größerem Erstaunen stellten die beiden fest, dass sie von 5 Gestalten, die in riesigen Steinthronen saßen, umringt waren. "Hört zu! Wir haben nicht viel Zeit...Wir werden euch beide in die Tradition der Hüter einweisen!" Und weder Bibi noch Leica konnten später sagen, wie die Gestalten ausgesehen hatten, noch welche der Gestalten gesprochen hatte. Sie erinnerten sich daran, was die Stimmen soeben gesagt hatten, doch ihre Ohren schworen, nichts gehört zu haben. Und so erklärten die 5 großen Hüter, denn diese waren diese 5, den beiden von den großen 6 Elementarkräften: Feuer, Wasser, Erde, Luft, Licht und Finsternis und den Wächtern eben dieser Elemente. Und sie erzählten den Beiden, wie damals der Wächter der Finsternis von seinem eigenen Element besessen wurde, und gegen die anderen 5 gekämpft, und sie bezwungen hatte. Wie er alle 5 getötet hatte, nur um in den Besitz der Kräfte der anderen Elemente zu gelangen. Und wie die Elemente doch nur in Vergessenheit geraten waren, wie der Hüter der Finsternis von jeher danach trachtete die Elemente wiederzuerwecken, und sie in seinen Besitz zu bringen. Und ebenso erfuhren die Beiden davon, wie die Elemente Feuer und Licht wieder in die Welt gebracht wurden, gehütet von 2 Menschen, nicht von dieser Welt, 2 Mädchen...Bibi und Leica...Aber sie erfuhren auch, dass es die Aufgabe der neuen Hüter der Elemente war, den Hüter der Finsternis zu finden, und ihn aus dem Bann seines eigenen Elements zu befreien. Langsam wurde das Licht wieder schwächer, und die Throne versanken wieder im Dunkeln, jetzt noch riesenhafter und unnahbarer als zuvor. Die Beiden wussten jetzt, dass es allein an ihnen lag, die Welt im Gleichgewicht zu halten, oder im Chaos versinken zu lassen. Doch sie hatten immer noch keine Ahnung, wie genau sie das anzustellen hätten. Und während die Eindrücke der großen Halle schwächer wurden, wurden im gleichen Maße langsam Eindrücke der wirklichen Welt erkennbar. Sie hörten Stimmen ... "Seht, sie wachen auf....", und schließlich öffneten sie fast gleichzeitig ihre Augen, und sahen sich umringt von Einwohnern des Dorfes, das sie gerettet hatten. "Autsch...mein armer Kopf" "Nicht nur deiner, Bibi..." Plötzlich waren die beiden von Leuten umringt, die sich noch zum zehnten Mal versicherten, dass ihnen nichts fehlte, und dass sie nur müde waren. Eben das normale Verhalten von überforderten Eltern zeigte sich nun bei den Dorfbewohnern. Nur einer schien wirklich persönlich an den beiden frischgebackenen Hüterinnen interessiert zu sein. Es war der wiedererwachte Schwertkämpfer, der den beiden geholfen hatte, an den niederen Kreaturen vorbeizukommen, und der Bibis Kräfte zum Vorschein gebracht hatte. Nunja, eigentlich zeigte er nur Interesse an Bibi, und liess Leica ein wenig außen vor. Er half ihr auf, gab ihr zu trinken, erkundigte sich nach ihrem Befinden, während für den Grossteil des Dorfes nur wichtig schien, dass sie die Schatten verjagt hätten. Und der andere Teil bestand aus dem Mädchen, das sie gerettet hatten, und das nun glücklich in den Armen der dankbaren Mutter lag.
Und da irgendein verhinderter Partylöwe die Idee hatte, spontan ein Fest zu organisieren, wurde wieder einmal kräftig gefeiert, während Bibi und Leica von Takeo, denn so hiess der geheimnisvolle Schwertkämpfer, in Osamus Haus gebracht, um sich auszuruhen. Als sie wieder alleine in ihrem Zimmer sassen, fragte Bibi, ob Leica denselben Traum/diesselbe Vision der 5 toten Hüter gesehen hatte. Sie hatte. "Ob wir wirklich die "neuen Hüter" sind, wie die es uns geschildert haben?" "Anscheinend...wie hätten wir ansonsten diese ... Monster vernichtet?"
"Dann ... werden wir wohl damit leben müssen, so etwas wie Avatare für diese Menschen zu sein. Und wir müssen ihnen helfen, zumal wir sowieso keine Ahnung haben, wie wir hier wieder wegkommen, oder hast du etwa eine?" "Aber...um diese Leute zu retten, müssen wir den Gebieter der Dunkelheit bezwingen...glaubst du das wird einfach?" "Nicht so schnell...das ist doch erst unser Endziel...bis dahin werden wir noch um einiges stärker werden...Schliesslich müssen wir erst die anderen verloren gegangenen Elemente finden." "Toll...hast du vielleicht auch nur den HAUCH einer Ahnung, wo die zu finden sind? Suchen wir doch planquadratisch...wir haben ja nur eine ganze Welt abzusuchen..." "Fragen wir doch einfach Osamu, er scheint viel über diese Elemente zu wissen, und er scheint auch das Oberhaupt dieses Dorfes zu sein. Vielleicht können wir bei unserer Suche mit Unterstützung rechnen..." "na wenn du meinst...fragen wir ihn eben...aber nachher...Schlafen hat Priorität" Und damit war für Bibi der Rest der Weltrettung erst einmal auf später verschoben...Sie legte sich aufs Bett und fing bald an, fröhlich vor sich hin zu schnurcheln.
Später am Tag, als Bibi endlich wieder aufgewacht war (nach mehreren vergeblichen Weckversuchen von Leica, die allesamt mit einem lapidaren "nur noch 10 Minuten" abgetan wurden) gingen die beiden wie verabredet zu Osamu, um ihn über die Elemente zu befragen.
"Hüter? Woher wisst ihr von ihnen?...Sie haben euch einen Traum gesandt?...Ihr MÜSST die Auserwählten sein...Also...wo soll ich anfangen...die Hüter waren ehemals die Hüter der Elemente...es gab 5 von ihnen, für jedes Element einen.
Aber wie das nun mal so ist, fing der Hüter der Finsternis an gegen die anderen zu intrigieren" Er sah sich aufmerksam um, fügte entschuldigend hinzu: "Wisst ihr, hier können die Wände Ohren haben." und fuhr leiser fort: "Manche sagten, er sei von seinem Element besessen worden...aber sie beharrten darauf nicht allzu lange, wenn ihr versteht was ich meine...sofern sie danach überhaupt noch auf etwas beharren konnten...nunja, auf jeden Fall, er wurde , sagen wir, böse, auch wenn das nicht ganz den Kern der Sache trifft ... grössenwahnsinnig trifft es vermutlich eher ... naja, letztendlich gipfelte seine Intrige gegen die anderen Hüter darin, dass er sie einzeln aus dem Hinterhalt umbrachte. 5 Männer, im Glauben an eine gerechte Sache gestorben...ermordet, ermordet nur um der Gier willen...von einem der einst einer der ihren war...Nun, das war ihre Geschichte, merkt sie euch gut, ich werde sie nie wieder so erzählen, sonst findet ihr mich hier wohl bald nicht mehr vor...Eure Aufgabe wird es nun sein, jedenfalls glaube ich das, die restlichen 5 Elemente zu vereinen..." "...und sie gegen den Hüter der Finsternis zu richten um ihn von seinem eigenen Bann zu befreien" Verwundert sahen sich die Mädchen nach dem Sprecher um, und entdeckten Takeo, den Sohn Osamu's.
Etwas verunsichert sahen sich die beiden Mädchen an. "Nun, soviel haben wir von den Hütern auch schon erfahren...das Problem ist wohl eher...wie kommen wir an die restlichen Elemente? und...wie sollen wir 2 einen mächtigen besessenen Hüter besiegen, der alleine die anderen 5 erledigt hat?" Fast schon unhörbar leise fügte Takeo hinzu: "und die eigentliche Schwierigkeit besteht ja nicht mal aus dem Hüter selbst..." Bibi wirbelte herum. "Was, wie meinst du das, Takeo?" "Nun..." zögernd sprach er weiter "selbst wenn ihr den Hüter besiegt habt, über die Finsternis" Er sprach das Wort, als bestünde es aus Grossbuchstaben. "Über die Finsternis habt ihr deswegen noch lange keine Kontrolle..." Osamu fuhr dazwischen. "Über den Hüter an sich könnt ihr euch später Gedanken machen...wenn ihr die Elemente gefunden habt...sie werden euch stärken, und bei eurem Kampf gegen die Finsternis und ihre Kreaturen helfen..." Und unbemerkt zischte er Takeo zu: "Jetz halt endlich deine Klappe, oder sollen die beiden jetzt schon angesichts der Tatsachen kapitulieren? Sie sind unsere einzige Chance" Bibi sah zwar nicht überzeugt aus, liess es für den Augenblick jedoch dabei bewenden. "Äh...ja...okay...aber wie zum Teufel...wie sollen wir die restlichen Elemente finden?"  "Nun, das sollte nicht allzu schwer sein, tatsache ist, da die Elemente in ständiger Wechselwirkung miteinander stehen, sollten sie sich eigentlich gegenseitig lokalisieren können...d.h. Ihr dürftet nicht allzu viele Probleme damit haben, sie zu finden." "Na wenigstens etwas..." Bibi seufzte. "Wir landen in einer fremden Welt, erfahren dass wir irgendwelche Superkräfte haben, und gegen irgendwas Böses kämpfen müssen, das ebenfalls Superkräfte hat...hört sich eher nach einem neuen Computerspiel an, als nach der Realität..." Takeo sah sie fragend an, doch Bibi erwiderte nur: "Ach schon gut...wir sind es eben nicht gewöhnt, so mal eben Heldentaten vollbringen zu müssen ..." "Na wenigstens seid ihr nicht alleine dabei...ich werde euch begleiten..." Bibis Augen leuchteten auf. Takeo würde sie begleiten? Sofort kam etwas von ihrer Gelassenheit zurück. Dieser Junge, der ihnen draussen so furchtlos mit seinen 2 Schwertern gegen eine Übermacht von Gegnern zu Hilfe geeilt war, würde sie begleiten. Und sie musste sich eingestehen, dass da auf irgendeine Art und Weise mehr war, als nur die Tatsache, dass er sie verteidigen konnte, sich in der Welt auskannte, und so weiter. Sie freute sich, genau ihn dabeizuhaben und nicht irgendeinen sonstigen Deppen, der mit seinen Katanas herumfuchtelte. Auch Leica fand die Idee, Takeo dabeizuhaben ungemein beruhiged, wobei Leica auch mit jedem anderen, der auch nur ein Schwert halten konnte, zufrieden gewesen wäre. Und da Osamu glücklicherweise nichts dagegen hatte, war es bald beschlossene Sache, dass am nächsten Morgen nicht 2, sondern 3 Gefährten das Dorf verlassen sollten, auf der Suche nach den fehlenden Elementen.
Und so...nach einer viel zu kurzen Nacht, zogen die 3 noch vor der Morgendämmerung los. Takeo vorneweg, die beiden vor Müdigkeit taumelnden Mädchen hinterdrein. Zum ersten Mal dachte Takeo darüber nach, was genau ihn eigentlich dazu bewogen hatte, sich den beiden Mädchen anzuschliessen. Und er bemerkte dass es nicht, oder jedenfalls nicht nur, wie er es eigentlich erwartet hätte, die Abenteuerlust war...nein, es war...Bibi.


EPISODE VIER : KONZENTRATION IST ALLES

 

So zogen die 3 also los, 2 von ihnen ohne den geringsten Plan, wie sie die ihnen gestellte Aufgabe zu erfüllen hatten, wo sie hingehen konnten, oder auch nur, wie sie in dieser Welt etwas zu Essen bestellen konnten, ohne dass sich jemand beleidigt fühlte. Bibi und Leica waren demnach zutiefst beruhigt dass sie Takeo dabeihatten, der sich wenigstens in dieser Welt auskannte.

 Also nochmal...sie schritten also durch den Wald. Takeo noch ganz im Freudentaumel, die "beiden" Hüterinnen zu begleiten. (Er konnte sich immer noch nicht wirklich eingestehen, dass er eigentlich nur wegen Bibi mitgekommen war.) Und Freudentaumel bedeutete bei ihm überschüssige Energie, die er in die fleissige Verwendung seiner Sprachmuskulatur steckte.

"Wisst ihr eigentlich, wie lange wir schon sehnsüchtig darauf warten, dass die uns prophezeiten 'neuen Hüter' endlich auftauchen? Und ich darf dabei sein... Das ist...unglaublich. Die HÜTERINNEN und ich..." Er war schlichtweg überwältigt. Bibi lief neben ihm, und hörte sich mit sichtlichem Vergnügen sein eigentlich sinnloses Gebrabbel an, während Leica mit Kopfschmerzen vorneweg marschierte und immer gereizter wurde.

 Schliesslich wurde es selbst Bibi zu viel, und sie fing an Takeo über sich selbst auszufragen, wie zB, wo er seine Schwerter herhabe, wo er gelernt habe, so zu kämpfen, was ein durchschnittlicher Jugendlicher in seinem Alter in seiner Welt so machte, kurz, sie fragte ihn über sein Leben aus. und Takeo, der seine Aufregung immer noch in seine Sprechmuskeln steckte, ging fröhlich erzählend auf jede einzelne Frage ein Er erzählte ihr von seinen Katanas, denn so hiessen die Schwerter, von seinem Vater Osamu, von seinem Leben im Dorf, und, wie sollte es anders sein, davon wie toll er es fand, nun mit dem beiden neuen Hütern unterwegs zu sein. Dass die Reise auch kaum zu übersehende Gefahren barg, schien ihn kaum zu stören. Für ihn zählte nur, dass er dabei war, die Welt zu retten. Und was noch wichtiger war, Bibi war auch dabei.

 So redend, erzählend, lachend und, in Leicas Fall, aggressiv durch die Gegend starrend, liefen sie quer über die Felder, durch Wälder, einfach querfeldein, wie es Takeo gerade am besten erschien, dass sie zu ihrem Ziel gelangten. Nunja, sie liefen so, bis Leica endgültig der Kragen platzte. Ihre Kopfschmerzen waren im Laufe des Tages immer stärker geworden, und zum Schluss durchbohrte sie ihre Umgebung nur noch mit wütenden Blicken. Nun, bei normalen Menschen wäre nichts weiter passiert, doch bei Leica...ging auf einmal ein Baum in Flammen auf. "HALTET DOCH ENDLICH MAL EURE KLAPPE!" Nach und nach gingen weitere Bäume in Flammen auf, als Leica immer mehr in Rage geriet. "IHR BEIDEN KÖNNT NICHT AUCH NUR FÜNF MINUTEN RUHIG SEIN, ODER?" Etwas irritiert sah Bibi die bis gerade noch wortkarge Leica an, und meinte: "Äh...okay, aber...musst du deswegen gleich den Wld abfackeln?" "WENN DAS DER EINZIGE WEG IST, DASS IHR AUF MICH HÖRT, DANN HATS DIESEN WALD GLEICH NIEMALS GEGEBEN, SO VOLLSTÄNDIG WERDE ICH DEN ABFACKELN..." "Jaja jetz beruhig doch doch...ich geb zu, dass ich zuviel rede..." Er wurde von einer "ZUVIEL? HA!" rufenden Leica abgewürgt, die ihrerseits von einer "Leica, jetz komm ma wieder runter...wenn du ihn jetz auch noch verärgerst, sind wir unsere einzige Hilfe auch los" murmelnden Bibi unterbrochen wurde. Doch schliesslich war auch Leicas Zorn verraucht, und sie merkte, dass es vielleicht doch nicht ganz so klug war, den Wald abzubrennen, in dem sie sich befand. Noch in der Erkenntnis, dass sie vielleicht etwas überreagiert hatte, wurde sie auf einmal von Takeo kräftig geschubst, und sie fiel um. Doch noch bevor sie sich beschweren, Takeo beschimpfen, oder sonst etwas machen konnte, sah sie, wie ein Baum, vom Feuer angesengt, direkt auf die Stelle krachte, auf der sie soeben noch gestanden hatte. "Verdammt Leica, halte dein Feuer doch mal ein BISSCHEN unter Kontrolle"
Bibi war inzwischen verunsichert angesichts der Tatsache, dass der Wald ringsherum sich langsam entzündete, und das Feuer die drei einkesselte. Auch die zur Besinnung gekommene Leica musste mit Bestürzung feststellen, dass sie keinerlei Kontrolle über das Feuer zu haben schien. "Konzentrier dich, Leica. Werde eins mit dem Feuer. Ich weiss das klingt jetzt blöd, aber...so haben es die alten Hüter beschrieben, ihr Element unter Kontrolle zu halten. Wie war des...man sollte...'in Ungewissheiten, Rätseln, Zweifeln ausharren, ohne ungeduldig nach Erfüllung zu verlangen'." Doch Takeo’s, wenn auch gut gemeinter Rat, nützte nicht viel. Wie sollte man mit dem Feuer 'eins werden'? Auch Bibi ging inzwischen ihr 'Wissen' über übernatürliche Kräfte durch und meinte: "Was sagen die komischen alten Mönche im Fernsehen immer? 'Schliesse deine Augen, und konzentriere dich auf dich selbst' oder wie war das? Leica, egal, aber MACH WAS" Sie klang leicht gehetzt, denn das Feuer drohte inzwischen wirklich zu einem grösseren Wald/Flächenbrand zu werden, und die drei zu verschlingen. " Äh worin? Fernsehen? ähh...." Takeos Verständnis in Sachen Bibis und Leicas Welt war ja weiterhin gleich Null. "Frag lieber nicht, Takeo, um des zu erklären brauchen wir zu viel Zeit...jedenfalls mehr als wir jetzt haben...also los Leica...Augen zu!" "ja doll...seh ich etwa aus wie son Kampfmönch?" "LEICA, IS DOCH EGAL, JETZ MACH ENDLICH WAS!" Bibi wurde langsam hysterisch...während der fröhlich prasselnde Waldbrand im Hintergrund immer mehr an Aufmerksamkeit verlangte...

Leica schloss also die Augen, und versuchte sämtliche bewussten Gedanken zu unterdrücken um, in den tieferen Schichten ihres Seins, nach der unheimlichen Kraft zu suchen, von der sie wusste, dass sie sie erfüllte. Bibi währenddessen sah sie an und murmelte zu Takeo: "Schafft sie des? Na ich hoffe es..." "Mit eurer ständigen Unterbrechung sicher nicht ... " meinte Leica, die wieder erwacht war bei Bibis Bemerkung. "lasst mich einfach...sonst kommen wir hier nie wieder weg." und sie liess ihren Geist wieder in Trance versinken, auf der Suche nach Kontrolle über das Feuer. Und siehe da, um die kleine Gruppe herum erstarben die Flammen langsam, ganz als ob sie keine Nahrung mehr finden würden. Eben noch bedrohlicher Waldbrand, dann Lagerfeuerchen, und schon nur noch ein letztes Aufglimmen der Äste.

Doch genauso wie das Feuer langsam erlosch, schwanden auch Leicas Kräfte dahin, und sie klappte ohnmächtig zusammen. Erschrocken lief Bibi zu ihr, und beorderte Takeo ihr ein nasses Tuch auf die Stirn zu legen. Nach einigen Minuten kam Leica wieder zu sich, war zwar noch vollkommen erschöpft, aber stolz darauf, ihre Kräfte unter Kontrolle gehabt zu haben.

Und da auch die anderen erschöpft waren, wurde beschlossen, im abgebrannten Waldstück zu rasten, und bald sassen die drei zusammen, aßen, was der Proviant hergab, und Takeo tat wieder einmal, was er am besten konnte...er redete. In diesem Fall quetschte er Bibi darüber aus, was ‚Fernsehen’, und all die anderen technischen Errungenschaften ihrer Welt waren.

 

 



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